Marktgeschehen

November: Erneut eine durchwachsene Woche für die Märkte

Risikoanlagen haben eine weitere durchwachsene Woche hinter sich, nachdem unklar blieb, ob die USA und China das angestrebte Handelsabkommen bis Ende des Jahres unter Dach und Fach bekommen. Einkaufsmanagerdaten brachten weitere Anzeichen für eine Stabilisierung im deutschen verarbeitenden Gewerbe, die verschlechterte Stimmung im Dienstleistungssektor aber ließ befürchten, dass die Schwäche in der Industrie auch auf die Dienstleistungen übergreifen könnte. In Asien senkte die chinesische Zentralbank zum ersten Mal seit fast zwei Jahren den Zinssatz für siebentägige Repo-Geschäfte. Dieser beträgt nun 2,50% statt zuvor 2,55%. In der nächsten Woche wird vor dem Thanksgiving-Feiertag am Donnerstag in den USA eine Vielzahl an häufig erhobenen Indikatoren veröffentlicht. Von Interesse sind insbesondere die Verbraucherpreise (Personal Consumption Expenditure), regionale Fed-Umfragen zur Produktion und Daten zum Verbrauchervertrauen. In Europa werden wir die Inflationsdaten genau in den Blick nehmen. Da der Abwärtsdruck durch gesunkene Energiepreise schwindet, wird mit einer höheren Inflation gerechnet. Für die EZB könnte dies eine gewisse Entlastung bedeuten, aber ein Inflationsanstieg allein aufgrund von Energie-Basiseffekten stellt wohl kaum eine belastbare Entwicklung in Richtung des EZB-Teuerungsziels von 2% dar. In Japan werden diverse Daten Aufschluss darüber geben, welchen Schaden die Mehrwertsteuererhöhung angerichtet hat; bei den Gewinnen chinesischer Industrieunternehmen wird unterdessen ein weiterer Rückgang erwartet.

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